Auf die Ladung wirkende Kräfte
MassenkräfteDie Ladung hat aufgrund der Massenträgheit das Bestreben, in einem vorhandenen Zustand zu beharren. Daraus ergeben sich aus den Betriebszuständen beim Fahren Massenkräfte. Für die Berechnung von Ladungssicherungskräften sind nachfolgende Maximalwerte der Massenkräfte für verkehrsübliche Fahrzustände anzusetzen.
Anfahren: Massenkraft nach hinten f
h entspricht dem 0,5 fachen der Gewichtskraft
Bremsen: Massenkraft nach vorne fv entspricht dem 0,8 fachen der Gewichtskraft
Kurve: Massenkraft zur Seite fq entspricht dem 0,5 fachen der Gewichtskraft. Bei kippgefährdeten Gütern ist zusätzlich der Wankfaktor fw = 0,2 zu berücksichtigen. Dies entspricht dem 0,7 fachen der Gewichtskraft

ReibungskraftDie Reibungskraft, die zwischen Ladegut und Ladefläche und zwischen Ladegut und Ladegut (z.B. bei gestapelten Rollen) wirkt, ist der Massenkraft entgegengesetzt. Sie ist von dem Reibbeiwert µ
D abhängig, der wiederum von der Materialpaarung, dem Zustand der Ladefläche, dem Gewicht und anderen Faktoren abhängt.
Gewichtskraft GSie wirkt vom Schwerpunkt aus senkrecht zum Erdmittelpunkt. Die Auswirkungen der Gewichtskraft sind im Lastverteilungsplan zu berücksichtigen.